Warum Digitalisierung gerade in der Krise so wichtig ist

COVID-19 stellt sowohl Unternehmen als auch staatliche Institutionen weltweit vor neue Herausforderungen – eine vermeintliche Lösung ist die Digitalisierung.

Viele Schulen und Universitäten haben sich lange geweigert, sich mit dem Thema „Digitalisierung“ auseinander zu setzen. Während es für viele Lehrpersonen unter normalen Umständen schon eine Herausforderung war, den Beamer einzuschalten oder den YouTube Auto-Play Modus zu beenden, sind sie nun vor ganz andere Aufgaben gestellt: Livestreams erstellen, Internet-Foren bedienen und über neue Wege den Lernerfolg ihrer Schützlinge sichern. Das Versagen der Lehranstalten veranschaulicht, was seit Jahren vernachlässigt wurde.

In einer Krise zeigen wir unser wahres Gesicht

Krisen führen uns vor, wie wir als Gesellschaft und auch als Unternehmer(n) wirklich aufgestellt sind: es handelt sich dabei um Stresstests, die unsere Schwachstellen offenlegen. Durch das Analysieren unserer Fehler können wir zukünftig vorbereitet sein. Nehmen wir als Beispiel die Lehranstalten: seit Jahren wurde dort die Wichtigkeit der Digitalisierung unterschätzt. Das einzige Standbein war Frontalunterricht vor Ort – was nicht nur die Barrierefreiheit und Unterrichtsmöglichkeiten einschränkt, sondern im Falle einer Pandemie zu einem vollkommenen Stillstand führt. Dabei war bereits seit langem bekannt, dass neue Technologien die Zukunft seien würden – doch der entscheidende Ruck zur Umstellung fehlte.

 

Krise Haie

 

Nachholbedarf im (digitalen) Vertrieb

Was es seit Jahren nicht auf die Prioritätenliste geschafft hat, gilt es jetzt schnellstmöglich nachzuholen. Die Corona-Krise “erzwingt” eine großflächige Digitalisierung: innerhalb kürzester Zeit finden nun sämtliche Meetings Online per Video Call statt. VPN-Zugänge werden schnellstmöglich eingerichtet und Home-Office wird dadurch für die breiten Massen möglich. Was vorher Jahre brauchte, wird nun innerhalb von wenigen Wochen auf die Beine gestellt. Obwohl „digital“ sicherlich nicht immer der bessere Weg ist, so sind digitale Prozesse oft schneller, kostengünstiger und vor allem messbarer.

Auch wenn die Entwicklung im Backend bereits auf Hochtouren läuft, wird oftmals das Bild nach außen vernachlässigt. Dabei können eine Website sowie regelmäßig bestückte Social Media Kanäle das Wachstum und die Profitabilität eures (B2B-)Unternehmens erhöhen – das bestätigen Studien wie zB die Studie der Ruhr-Universität Bochum.

Digitalisierung als Chance

Für den Vertrieb stellt das Internet neue Möglichkeiten sowohl zum Wachstum als auch zur Kundengewinnung dar – sie müssen nur wahrgenommen werden.

  • Digitalisierung erhöht Reichweite und Zugänglichkeit: mehr Userinnen und User haben die Möglichkeit, von eurem Unternehmen zu erfahren – auch solche, die sonst nicht auf euch aufmerksam geworden wären.
  • Google ist der erste Anlaufpartner: der erste Weg vieler Kunden beim Entscheidungsprozess führt ins Internet. Wer auf Google nicht auffindbar ist, wirkt schnell unseriös.
  • Customer Journey neu definiert: die angesprochene Zielgruppe kann sowohl durch analoge als auch digitale Kontaktpunkten angesprochen und auf neue Wege in die Customer Journey eingebunden werden.
  • Die Vorteile von Big Data: durch CRM-Systeme können die Bedürfnisse eurer Kunden erfasst und dokumentiert werden. So lernt ihr, wie ihr besser auf diese eingehen könnt.
  • Stecht durch digitale Kommunikation heraus: in einer digitalen Welt kann man durch einen persönlichen Zugang punkten, indem man sich seinen Kunden als menschlich präsentiert.

Kurz und knapp: Eine Internetpräsenz steht für Professionalität. Wenn die normalen Kontaktpunkte zu eurer Kundschaft versagen, sind digitale Wege die beste Möglichkeit. Es fungiert als eine Art „Absicherung“. Denn Corona zeigt: Unternehmen, die keine Internetpräsenz mit klarer Customer Journey und Kundennutzen vorweisen können, sind gerade non-existent. Wer sich spätestens jetzt nicht anpasst, wird am Ende zurückgelassen.

Nachhaltige Veränderungen – nachhaltiges Wachstum

Corona hat uns in den letzten Wochen bereits aus unserer Comfort-Zone gelockt und an den ein oder anderen Fundamenten gerüttelt. Warum diesen Wink des Schicksals nicht nutzen? Die Krise könnte hier mittelfristig als Katalysator für einen tiefgreifenden Wandel unseres Berufslebens dienen. Sie ist vielmehr Chance, als Gefahr. Ob man nach Corona noch so viel im Flieger sitzen muss wie bisher, das sei dahingestellt. Die “Digitalisierung” wird aber von einem “Nice-to-have” auf bestehenden Prozessen nun aber sicherlich auch von den größten Skeptikern in den Führungsetagen als eines der wichtigsten Fokus-Themen in den nächsten Jahren gesehen werden. Wir freuen uns darauf!

Eure Growth Ninjas,
Adrienne, David, Hermann, Johannes, Stefan K. & Stefan G.

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